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Montag, 10.12.2018

Geschichte II

1242 erwarb das älteste Zisterzienserkloster zwischen Elbe und Oder, das Kloster Dobrilugk (heute eingedeutscht zu "Doberlug"), das Gut Kranewitz (vgl. Urkundenbuch des Kloster Dobrilugk). Aufgrund des slawischen Ortsnamens "Kranewitz" ist von einem schon vor dem deutschen Landesausbau bestehenden Dorf auszugehen. Das Dorf wurde 1250 laut Manfred Wilde, Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen, Limburg, 1997, Seite 506 in ein Vorwerk umgewandelt.

1251 bestätigt Heinrich der Erlauchte dem Zisterzienser-Nonnenkloster bei Grimma seinen Besitz (Cod. Dipl. Sax. Reg. II, 15, 251, Dresden). In dem Dokument werden der bei Pülswerda liegenden Ort Piestel (dieser wurde bereits 1220 urkundlich erwähnt) und der Ort Crenewitz (d.i. Kranewitz) genannt. In den Erläuterungen zur Abschrift (Quelle leider unbekannt, deshalb unter Vorbehalt) wird erwähnt, daß der Ort Crenewitz 1260 durch das Kloster Dobrilug in ein Vorwerk umgewandelt wurde und identisch sei mit Pülswerda. Laut Manfred Wilde, Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen, Limburg, 1997, Seite 506, kann diese Identität nicht bestätigt werden.

1267 Ersterwähnung laut Manfred Wilde, Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen, Limburg, 1997, Seite 646 (ohne Quellenangabe, wahrscheinlich aus dem Urkundenbuch Dobrilugk, Urkunde vom 24. April 1267).

Im Zeitraum 1300 bis 1350 vielleicht wohl durch ein Hochwasser der Elbe zerstört und dann wüst geblieben. Vgl. dazu die Ausführungen zu dem Ort Kranewitz bei Manfred Wilde, Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen, Limburg, 1997, Seite 506, und zur Nennung des Ortes Paulswerda südwestlich von Pülswerda als wüsten Ort.

Am 21. Juli 1342 und in den darauffolgenden Tagen verwüstete das sogenannte Magdalenenhochwasser grosse Teile Mitteleuropas. Die Elbe hat in diesem Zusammenhang an vielen Stellen sich ein neues Bett gerissen, wodurch ganze Ortschaften weggespült wurden oder Ortschaften sich nun auf der rechten Elbeseite anstelle der linken Elbeseite befanden. Die Ernten wurden durch das Hochwasser vernichtet und es brachen Hungersnöte aus.

1348 Erwähnung als Besitz des Zisterzienserklosters Marienstern in Mühlberg/Elbe (Mülverstedt, George Albert v., Diplomatarium Ileburgense, Magdeburg 1877).

1368 Ersterwähnung als Pulczwerd laut Inge Bily, Ortsnamenbuch des Mittelelbegebietes. Der Ort war zu dieser Zeit, aber wohl bereits früher, im Besitz des Benediktinerinnenklosters "Zum Heiligen Kreuz" bei Meißen. Die Nonnen des Klosters "Zum Heiligen Kreuz" bei Meißen verlieren 1541 durch die Säkularisation das Vorwerk Pülswerda. Das nun kurfürstliche Vorwerk wird vom Landesherrn zuerst an Balthasar von Radestock zu Pauditz (Poditz) und dann an Sebastian Pflugk verpachtet.

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